Wer einen Baum pflanzt, wird den Himmel gewinnen.
Als 1995 der Kleintierzoo auf dem Gelände des heutigen Arboretums schloss, dachte wohl niemand, dass dort schon bald ein einmaliges, grünes Paradies zum Verweilen einladen würde. Der alte Baumbestand des einstigen „Gottesackers“, der mehrere hundert Jahre als Stadtfriedhof diente, hatte ebenso wie die gesamte Grünanlage durch die Nutzung als Tiergarten erheblich gelitten.
Es mag mittlerweile vielen selbstverständlich vorkommen, im Arboretum an warmen Sommertagen durch die kühlenden Schatten riesiger Bäume spazieren zu können. Was allerdings ganz und gar nicht selbstverständlich ist, wie die kleinen Schilder verraten, die vor etlichen Bäumen stehen: Das Arboretum - zu deutsch: der Baumgarten - ist deshalb ein so besonderer Ort, weil Bad Langensalzaer und Freunde unserer Kur- und Rosenstadt aus den unterschiedlichsten Motiven heraus Bäume gestiftet haben.
Dass das etwas Außergewöhnliches ist, fällt vor allem Gästen unserer schönen Stadt auf. „Ihr müsst eure Stadt wirklich lieben. Ich kenne keinen Ort, an dem die Leute so viele Bäume gestiftet haben“, betonte eine Besucherin.
Anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit und für ihren ersten Urenkel pflanzten Hans-Joachim und Karin Schulz am 9. September einen rotblättrigen Zier-Apfel aus der Familie der Rosengewächse. Gemeinsam mit Urenkelsohn Louis griffen sie beherzt zu Schaufeln und Gießkanne. Der Baum wird künftig die Besucher des Arboretums mit rotem Laub, dunkelroten Blüten und kleinen Äpfelchen begrüßen.
Aus Anlass ihres 90. Geburtstages verschönerte Frau Schreivogel gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln unseren Rosengarten. Auf dem Edelrosenfeld, das demnächst neu gestaltet wird, pflanzte sie die ersten neuen Rosen: fünf Exemplare der gelbblühenden Edelrose „Gloria Dei“. Bei strahlendem Sonnenschein goss sie die zarten Pflänzchen an.

„Wer gelernt hat, den Bäumen zuzuhören, begehrt nichts zu sein, als was er ist.“, sagte einst Hermann Hesse. Unter diesem Motto pflanzte Familie Lipowski am 2. November 2010 eine Flügelnuss in den kleinen Park in der Gothaer Straße. Anlass war der 70. Geburtstag von Bruno Lipowski, der mit Unterstützung seines Enkels Lasse beherzt zur Schaufel griff.
Eine Pflanzung der anderen Art zelebrierte Gabriele Böttcher gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Jenny Baumbach im Rosengarten von Bad Langensalza.
Am 26. Oktober 2010 pflanzten beide anlässlich des 20jährigen Bestehens des Architekturbüros Böttcher keinen Baum, sondern die rot blühende Kletterrose Paulette Bentall, die den Charme des Gartens unterstreichen und den momentan noch kahlen Rundbogen nahe der Bühne mit leuchtenden Blüten füllen wird.
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz Jürgen Reinholz nahm das Flurneuordnungsverfahren Ufhoven zum Anlass, am 27. September 2010 zwei Linden in Form eines Baumtores zwischen Bad Langensalza und Henningsleben zu pflanzen. An gleicher Stelle musste vor kurzem eine alte Linde gefällt werden.
Am 11. Juni 2010 pflanzten die 79 Abiturienten des Salza-Gymnasiums aus dem Jahrgang 2010 eine Blut-Buche in den Kurpark. Nach dem anschließenden traditionellen Zug zum Rathaus durften sich die mit Eichenlaubkränzen Gekrönten in das Gästebuch der Stadt eintragen. Allen voran unterzeichneten Philipp Olschowsky und Anne-Christin Meyer, die ihren Abschluss mit 1,0 bestanden hatten.
Die beiden Erfurter Thomas und Julia Kranhold, geb. Hack, gaben sich am Samstag, dem 15. Mai 2010 im Friederikenschlösschen das Ja-Wort. Als Zeichen Ihrer Liebe überraschte die Braut ihren frisch angetrauten Ehemann mit der frühen Zierkirsche „Accolade“ (Prunus subhirtella), die das junge Paar bei fruchtbarstem Wetter in den Rosengarten pflanzte.
Familie Greim, in Bad Langensalza vor allem als Eigentümer des liebevoll instand gehaltenen und mit üppigen Rosensträuchern geschmückten Ackerbürgerhauses an der Jüdengasse bekannt, pflanzte am 5. Dezember 2009 im Arboretum eine echte Pavie anläßlich der goldenen Hochzeit von Horst und Ursula Greim.
Am 5. Oktober pflanzten die Thüringer und die Pfälzischen Journalisten einen Papier-Maulbeerbaum im Arboretum und setzen damit einer Partnerschaft, die bereits seit der Wende besteht, ein Denkmal. Einen passenderen Baum hätte sich der Journalistenverband kaum aussuchen können: Wie sein Name verrät, wurde der Papier-Maulbeerenbaum in China ursprünglich zur Papierherstellung genutzt.
Am 4. Oktober 2009 bekam ein grüner Riese seinen Platz im Herzen lllebens: Der Kirmesverein Illeben hatte sich bei den Salzaer Spielen - einem der Highlights des diesjährigen Mittelalterstadtfestes - wacker geschlagen und nach harten Wettkämpfen den ersten Platz errungen. Prämiert wurde dieser Einsatz mit der mehr als mannsgroßen Hainbuche, gepflanzt anlässlich der llleber Kirmes am Anger.
Einen herzlichen Dank, dass Sie das Grün der Stadt bereichert und zum Umweltschutzprogramm von Bad Langensalza beigetragen haben!





































