Zur Geschichte und Sammlung des Museums
Das städtische Museum in Langensalza wurde am 27. Juni 1900 mit einer Ausstellung zur Erinnerung an die Schlacht bei Langensalza 1866 eröffnet und entwickelte sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Heimatmuseum mit dem Schwerpunkt der Schlacht bei Langensalza. Das Museum erlebte eine wechselvolle Geschichte. Von der mehrere tausend Stücke umfassenden Militaria- Sammlung blieben nach Ende des 2. Weltkrieges nur wenige Museumsobjekte erhalten. Es war den Bestrebungen einiger Langensalzaer Bürger, vor allem des Stadtarchivars Hermann Fiedler, zu verdanken, dass 1954 das Museum als Heimatmuseum wieder eröffnet werden konnte.
Heute weist die kulturhistorische Sammlung zur Stadtgeschichte auf Grund der historischen Entwicklung von Bad Langensalza einige Besonderheiten auf. Dazu zählen die Militaria-Sammlung mit Sachzeugnissen aus der Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866, eine Sammlung mit historischen Handdruckmaschinen, Bücher der bedeutenden, vor allem pädagogischen, Verlage von Julius Beltz und Friedrich Mann, später Beyer & Mann, sowie eine geologische Sammlung von Travertinen mit versteinerten Pflanzen- und Tierresten aus den hiesigen Travertinlagerstätten.
Das Museum besitzt auch zeitgenössische Buchausgaben von Christoph Wilhelm Hufeland, der 1762 in Langensalza geboren wurde, von Johann Christian Wiegleb und Friedrich Gottlieb Klopstock.
Gesammelt werden Gegenstände, Bilder und Dokumente zur Geschichte der Kurstadt Bad Langensalza, die im Jahr 1812 mit der Eröffnung eines Schwefelbades ihren Anfang nahm.
Die Kunstsammlung des Museums hat sich in den letzten Jahren durch bedeutende Neuzugänge erweitert. Dazu gehören die Plastiken und Grafiken der Bad Langensalzaer Künstler Harald Stieding und Elisabeth Weidemann, Bilder von Joachim Hellgrewe sowie Malerei und Grafik von Rolf Dieß.


